Nagyító /Lupe/
Ausserschulische Bildung für Mittelschüler
Mit dem Program NAGYÍTÓ haben wir 1995
nach deutschem Muster angefangen. Wir haben eine solche Form gesucht,
in der wir für Mittelschüler in der Freizeit Bildung bieten konnten,
in der Erziehung in Rahmen von vernünftigen und nützlichen Beschäftigung
zur Geltung kommen kann.
1999 wurde eine eigene Stiftung für diese Tätigkeit gegründet, die als
eine gemeinnützige Organisation eingetragen ist. Als Grundbeschäftigung
der Stiftung "NAGYÍTÓ" organisieren wir Wochenendebildungen
für Mittelschüler. Ziel der Bildungen ist die Persönlichkeitsentwicklung
der Schüler zu fördern und ihre Interesse für Gesellschaftliche Themen
zu wecken. Die Bildungsthemen wehlen die Klassen aus der Themenkatalog
aus:
- Selbsterkenntnis
- Kommunikation
- Suchtkrankheiten
- Werbung
- Toleranz
- Esthetik
- Politik
Während der Bildung haben die Schüler Kreativität und
Kommunikation fördernde Aufgaben (Fragebogen, Szenen, Spiele, Filme,
Institutionsbesuche, usw.), die zur vielseitigen Darstellung des Themas
beitragen, und dazu verhelfen, daß die Teilnehmer über Erfahrungen lernen.
Wie auch die bisherige Rückmeldungen zeigen, die, in kleinen Gruppen laufende
Programme helfen den Schülern Verhaltensweisen (wie Fair play,
Teamarbeit, Reflexion, usw.) zu üben und deren Wichtigkeit einzusehen.
Gegenüber der frontalen Klassenarbeit stehen die erlebnisartigen Verarbeitungen
in Kleingruppen im Vordergrund der Methoden der "Nagyító". Neben
der Vertiefung in einigen Themen ist unsere Zielsetzung, solche Fähigkeiten
und Fertigkeiten auszubilden und zu entwickeln, für die in den Rahmen
der normalen Schulen keine, oder kaum eine Möglichkeit sich bietet (Fertigkeit
zur Gruppenarbeit, Fähigkeit der Planung, Zweckmässigkeit, Entscheidungsfähigkeit,
Kommunikationsfertigkeit). Nicht nur die gegenüber sich selbst anspruchsvollen
Menschen brauchen diese Fähigkeiten, sondern von der Seite des Arbeitsmarktes
ist es ein immer wichtigerer Anspruch. Bei den Bildungen streben wir uns
danach, ein Thema aus möglichs vielen Gesichtspunkten "unter Lupe"
zu nehmen, um die Teilnehmer geistig und affektiv verstehen zu können.
Die Eindrücke wirken nicht nur auf der Einzelperson, das erlebnisartige
Lernen wirkt auch bei der Gemeinschaftsbildung der teilnehmenden
Gruppen mit.
Im Jahr werden 8-10 Bildungswochenenden veranstalltet. Die Teilnehmer
sind Klassen (14-18 Jährige Schüler) aus dem ganzen Land, aus
kirchlichen und weltlichen Schulen. Die Klassen bewerben sich zu den einzelnen
Programme, ein Kuratorium entscheidet über die Bewerbungen. Zur Zeit kommen
mehr Anmeldungen, als unsere Möglichkeiten.
Außer den Themen und Methoden des Programms sind die wichtigsten
die Seminarleiter, die als Persönlichkeit große Wirkung auf die Teilnehmer
machen. Die Programme werden von jungen Lehrern, Sozialarbeitern und Fachreferenten
in Seminarform geleitet. Eine Klasse wird in 3-4 Gruppen geteteilt, die
während dem ganzen Programm zusammen bleiben. Die Seminargruppen werden
von zwei Leiter (Frau, Mann) geführt. Die Seminarleiter besprechen im
Team auf Grund der bisherigen Tematiken und der Erfahrungen bei dem Besuch
der Klasse (Vorkenntnisse, Erwartungen der Schüler) den Aufbau des Programms
(Vorträge, Seminare, gemeinsame Programme für die Klasse), aber die Seminarleiter
haben in ihren kleinen Gruppen weitgehende Autonomie. Nach dem Programm
erstellen die Leiter eine ausfürliche Dokumentation der Bildung.
Unter unseren Freiwilligen sind Katoliker, Reformierten
und "anonyme Christlichen" auch. Eine sehr wichtige Erfahrung
und gleichzeitig ein zu folgendes Beispiel ist, wie wir mit verschiedenen
Hintergrund auch zusammenarbeiten können.
Unsere Organisatoren sind junge Fachleute, Lehrer, mentalhygenische
Fachleute, Teologe, Sozialarbeiter, aber auch Studenten werden in unsere
Arbeit ständig hinzugezogen.
Die freiwillige Mitarbeiter der "NAGYÍTÓ"
nehmen an Gruppenweiterbildungen teil, jährlich zweimal. Wir halten
es für wichtig, unseren Freiwilligen, die nach ihren Vorwissen und Übungen
sehr verschiene Motive haben, regelmäßige Bildung zu sichern, deshalb
ist eine der Bildungen immer von beruflichem und didaktischem Charakter,
und die andere hat als Zielsetzung, die eigene Mentalhygenie und mentalhygenische
Kentnisse unserer Mitarbeiter zu entwickeln.
Unseren Möglichkeiten gemäß organisieren wir Studienreisen
ins Ausland (Deutschland, Österreich, Italien), wo unsere Mitarbeiter
Instituten für ausserschulische Bildung kennenlernen und neue Methode
erlernen können. Dank unserer ausländischen Beziehungen haben unsere Mitarbeiter
die Möglichkeit, an eigenen ausländischen Bildungen auch teilnehmen zu
können.
Die Mitglieder der "Nagyító" treffen sich monatlich
an den "Nagyító-Abenden", wo wir mit eingeladenen
Referenten diskutieren, diese Abende sind auch für andere Interessierten
offen.
Über den Wochenenden der "NAGYÍTÓ" werden ständig
Dokumentationen zusammengestellt. In den Lehrerhandbuch des Vereins "Pax
Christi" wurde die didaktische und Spielsammlung unseres
Programes unter dem Titel "Nagyító- Ausserschulische Bildung der
Mittelschüler" im April 1999 veröffentlicht. In diesem befinden
sich die Spielbeschreibungen von 7 Themabereichen, nach denen die Bildungen
reproduktivbar sind.
Unser Regionsprojekt war unsere, an 10-11 November 2000
veranstaltete Konferenz über die Möglichkeiten der Zusammenarbeit
zwischen den Schulen und Zivilorganisationen unter dem Titel: "Ergänzung
oder Mangelersatz?"
Seit Dezember 2000 veröffentlichen wir unsere Schülerzeitschrift
"Irka" in Auflagenhöhe von 1000 Exemplaren, sie wird an
den Themen unseren Bildungen anschließen von Mittelschüler und von unseren
Miterbeiter geschrieben. Zur Zeit erscheint es auf dem Internet.
Neben der Fortsetzung der oben geschriebenen Programmen
hat die Stiftung die Zielsetzung, auch in anderen Städten freiwillige
jugentliche Arbeiter auszubilden, ein Bildungsnetzt auszubauen.
So für unsere Bildungen laden wir auch Interessenten aus anderen Ortschaften
auch ein. In den Universitätstätten organisieren wir direkt für Studenten
Selbsterkenntnis-wochenenden um sie zu dieser Arbeit einzuladen.
Unser Plan ist, unsere Methoden auch im Rahmen pedagogischer
Weiterbildungen bekannt zu geben.
|